Der Gürtel hat schon mehrere Epochen erlebt und sein Aussehen oftmals geändert. Während in der Bronze-und Eisenzeit der Gürtel nur mit einem Haken verschlossen wurde, verwendeten die Menschen der römischen Zeit schon Schnallen, um die Gewänder am Körper zu halten. Im Mittelalter stellte der Gürtel ein Symbol für Kraft, eheliche Treue und Herrschaft dar. Er wurde vornehmlich von Männern mit Rang und Würde getragen. Diese Prunkgürtel wurden aus edlen Stoffen wie Brokat, Seide oder Samt gefertigt. Auch Ledergürtel wurden oft verwendet. Mit Verzierungen, Schmucksteinen oder aufwendigen Stickereien zeigten sie den Reichtum des Trägers. Im 12. Jahrhundert war der Gürtel so lang, dass er zwei Mal um den Leib geschlungen wurde. Bis ins 17. Jahrhundert hinein wurden zum Gürtel noch Schnüre oder Ketten um die Hüfte getragen. Dort war ein Beutel mit Schere, Zahnstocher, Messer und Utensilien für die Mahlzeiten zu finden. Danach wurde es sehr ruhig um den Gürtel und erst 1890 wurde er in den USA wieder entdeckt. Nun hatte er seinen Durchbruch und ersetzte die bis dahin verwendeten Hosenträger.
Große Auswahl – welcher soll es sein?
Während der Gürtel beim Mann meist nur zur Befestigung der Hose diente, nutzen die Damen den Gürtel als modisches Accessoire. Schmale Leder- oder Kunstledergürtel (in weiß, schwarz oder braun) wurden zu Kleidern und Röcken getragen. Die Schnallen waren in den 60-/70iger Jahren klein und unauffällig. Danach gab es eine Zeit der grellen Farben und so wurden auch breite Gürtel in Neonfarben im Handel angeboten. Die Zeiten der Mode ändern sich und machen auch vor den Gürteln nicht Halt. Wer im Jahr 2011/2012 modisch sein will, der sollte auf Gürtel setzen. Diese dürfen für die Damen aus Leder, Stoff oder Metall bestehen. Geflochtene oder breite Ledergürtel können locker über dem Po getragen werden. So können schlanke Frauen die Hüften und die Oberschenkel betonen. Schmalere Gürtel sind besonders für feminine Damen geeignet. Der Gürtel sollte auffallen und darf eine extravagante Schnalle oder Verzierungen wie Schmucksteine oder Niete haben. Zum Dschungel-Outfit passen Gürtel aus Rochen- oder Schlangenhaut. Die Gürtelschnallen könnten in Tiger- oder Krokodilform getragen werden. Zum Rockerstyle passen am besten die Gürtel aus Papas Kleiderschrank oder im Vintage-Look, denn sie sollten abgetragen aussehen.
Männer und die Gürtelmode
Die Mode macht auch beim Mann nicht Halt und setzt sich neben der Bekleidung auch bei den Gürteln durch. Für die Freizeit darf der Gürtel ruhig aus robustem Leder und breit sein. Den besonderen Akzent setzt die Gürtelschnalle. Der modische Mann hat aber auch die Möglichkeit den Gürtel über der Hüfte zu knoten. Noch auffälliger ist ein Kettengürtel. Hierbei handelt es sich um eine Metallkette, die mit einem kleinen Verschluss zu schließen ist. Zum Anzug getragen, setzt dieser Gürtel ein modisches Statement. Er ist aber auch Alltagstauglich und zeugt vom guten Geschmack des Mannes.
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